Parkinson
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Hirn-Schrittmacher gibt richtigen Takt vor

Die Parkinson-Krankheit
betrifft jeden hundertsten Menschen, der älter als 65 Jahre ist, tritt manchmal aber bereits in jungen Jahren auf. Die typischen Symptome sind Muskelsteifigkeit, Zittern und erschwerte Bewegungsabläufe. Dazu kommen verlangsamte Korrekturreaktionen bei rascher Veränderung der Körperposition sowie ein schleichender Verlust des Riechvermögens, der von den Patienten meist gar nicht bemerkt wird. Störungen des vegetativen Nervensystems gehen häufig mit der Erkrankung einher.

Gerade im Anfangsstadium ist Parkinson meist schwierig zu diagnostizieren, zumal es auch diverse andere Leiden gibt, die ähnliche Symptome auslösen. Eine frühe Diagnosestellung ist wichtig, da das Ziel der Behandlung nicht nur darin besteht, Beschwerden zu lindern, sondern auch das Voranschreiten zu bremsen.

Neben den üblichen neurologischen Untersuchungen führe ich in meiner Praxis eine genaue elektronische Analyse des Zitterns mit der zeitgleichen Ableitung von zwei Muskeln, die zueinander Gegenspieler sind, durch, die so genannte Tremoranalyse. Außerdem favorisiere ich eine detaillierte Prüfung des Geruchsvermögens durch Testung mit „Sniffin' Sticks“. Erforderlichenfalls kann auch die Funktion des vegetativen Nervensystems am Herzen oder mittels Messung des Schwitzreflexes an den Gliedmaßen getestet werden.

Speziell das Zittern lässt sich durch Medikamente meist nur schlecht, durch die Implantation eines Hirnschrittmachers hingegen günstig beeinflussen - eine Methode, der neueste Studien attestieren, dass sie selbst in frühen Krankheitsstadien sinnvoll sein kann. Die Neurochirurgie der Universität Regensburg hat frühzeitig einen ihrer Behandlungsschwerpunkte auf die Dämpfung eines Zitterns durch Hirnschrittmachertherapie gesetzt und sammelte mit den Ergebnissen und Erfolgen dieser Behandlung große Erfahrung. Zwischen meiner Praxis und der Regensburger Uni-Neurochirurgie besteht daher eine besondere Zusammenarbeit in der Behandlung von Parkinsonpatienten. Doch auch andere Bewegungsstörungen, die mit der Hirnschrittmacherbehandlung therapierbar sind, fließen in das breite Spektrum zeitgemäßer Behandlungs-Methoden ein. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage meines Kooperationspartners:
www.uniklinikum-regensburg.de/kliniken-institute/neurochirurgie/