Multiple Sklerose
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Kompetenz für MS-Patienten

Multiple Sklerose,
abgekürzt MS, ist die häufigste entzündliche Erkrankung im Hirn und Rückenmark bei Erwachsenen. Es handelt sich um eine Immunerkrankung, bei der die körpereigenen Abwehrzellen das Eiweiß, welches die Nervenzellen umhüllt, mit dem Eiweiß von Eindringlingen in den Körper „verwechseln“ und angreifen. So werden Entzündungen ausgelöst. Je nachdem an welcher Stelle des Zentralnervensystems Entzündungen auftreten, kommt es zu unterschiedlichsten Beschwerden: Sehstörungen, Lähmungen, Missempfindungen etc.

Neben einer vollständigen körperlich-neurologischen Untersuchung ist zur Diagnosestellung auch ein Kernspintomogramm erforderlich, außerdem die Untersuchung des Nervenwassers, medizinisch "Liquor" genannt. Des Weiteren sollten die Seh-, Bewegungs- und Gefühlsbahnen mit Neurotechnik gemessen werden. Ein Kernspintomograph ist im Neumarkter Ärztehaus in der Röntgenpraxis Dr. Neumaier und Kollegen vorhanden. Die zur sicheren Diagnosestellung unverzichtbare Liquorentnahme durch eine kleine Punktion am unteren Ende der Wirbelsäule führe ich in meiner Praxis durch. Auch die erwähnten Gerätschaften zur  technischen Untersuchung  stehen mir zur Verfügung.

An sich ist bei MS-Patienten nur sehr selten eine Krankenhausbehandlung notwendig - genau genommen nur dann, wenn ein Entzündungsschub auftritt, der so schwer ist, dass sich Versorgungsprobleme in der häuslichen Umgebung ergeben (Beispiel: akute schwere Gehstörung). Ansonsten ist in meiner Praxis die komplette Diagnostik und auch Therapie möglich.